"THE END OF THE TRAIL..."


Mustang - Mesteno (span)

http://www.youtube.com/watch?v=H0IRs1kggeU

 

http://www.kickstarter.com/projects/americanmustang/american-mustang-opening-in-theaters

http://org2.democracyinaction.org/o/6931/p/dia/action/public/?action_KEY=9276

 


Inhalt:
 

Geschichte


An die 2 Millionen Wildpferde bevölkerten Anfang des 19. Jahrhunderts die Prärien, Steppen und Wüsten Nordamerikas.
Nachkommen der Pferde, die spanische Conquistadores und Siedler in die Neue Welt mitbrachten. Unzählige Herden und Clans durchstreiften den nordamerikanischen Kontinent von Mexico bis hinauf nach Kanada.
Schon in den 80 iger Jahren des 19. Jahrhunderts, nach dem Ende der so genannten "Indianerkriege" nahm das Drama seinen Lauf.

Zuerst tötete man die Pferde, die man den Indianern abgenommen hatte, als man diese in die Reservate sperrte.
Dann ging man daran die freilebenden Wildpferde zu dezimieren.
Immer mehr Einwanderer kamen und beanspruchten Land. Die Bevölkerungszahlen explodierten förmlich. Die Fleischindustrie begann zu boomen. Die Rinderbarone brauchten Weideland für ihre wandelnden "Steaks", die Longhorns.

Für den 1. Weltkrieg benötigte man über 1 Million Pferde!


© Foto AWHPC
 
Der verbliebene Rest wurde in den darauf folgenden Jahren gejagt, eingefangen und in die Schlachthöfe transportiert, zu Wurst und Hundefutter verarbeitet.
Die Pferde wurden auch aus fahrenden Autos, ja sogar aus Flugzeugen und Hubschraubern abgeschossen. Oder man jagte sie über Abgründe. man verfuhr mit ihnen, wie Jahrzehnte zuvor mit den Bisons....und den Indianern.

Hollywood und John Houston verfilmten 1961 den Stoff in "The Misfits", mit Marilyn Monroe und Clark Gable in den Hauptrollen.


Velma Johnston, einer engagierten Wildpferde- und Tierschützerin ist es zu verdanken, dass 1959 ein Gesetz verabschiedet wurde, das zumindest die Jagd aus Autos und Flugzeugen verbot. Velma Johnston, auch als "Wild Horse Annie" bekannt, kämpfte unermüdlich für Amerika´s Wildpferde, wobei sie auch ganze Schulklassen mobilisierte.

Presse und das aufkommende Fernsehen trugen dazu bei, dass die Massaker an den Mustangs immer mehr an die Öffentlichkeit kamen. Empörung machte sich unter der amerikanischen Bevölkerung breit. Ende der 60 iger Jahre erreichten die Proteste ihren Höhepunkt.

Am 15. Dezember 1971 wurde vom US amerikanischen Kongress ein Gesetz beschlossen, in welchem die frei lebenden Wilpferde und Wildesel als lebende Symbole der amerikanischen Geschichte und des amerikanischen Pioniergeistes anerkannt werden. Die vom aussterben bedrohten Tiere stünden auch für die Vielfalt der Lebensformen und wären eine Bereicherung für das amerikanische Volk.
Der Kongress verpflichtet sich darin auch zum immerwährenden Schutz der Tiere als integrierten Bestandteil auf ihrem angestammten Land.

Der "WILD FREE-ROAMING HORSES AND BURROS ACT OF 1971" (PUBLIC LAW 92-195) wurde ohne Gegenstimme im Kongress verabschiedet und von Präsident Nixon unterzeichnet.

§1331

"Congress finds and declares that wild free-roaming horses and burros are living symbols of the historic and pioneer spirit of the West, that they contribute to the diversity of life forms within the Nation and enrich the lives of the American people, and that these horses and burros are fast disappearing from the American people. It is the policy of Congress that wild free-roaming horses and burros shall be protected from capture, branding, harassment, or death, and to accomplish this they are to be considered in the area where presently found, as an integral part of the natural system of the public lands."


Mit der Umsetzung des Wild Free-Roaming Horses and Burros Act of 1971 wurden das Bureau of Land Management (BLM) und der U.S. Forest Service (USFS) beauftragt.
Diese 2 Behörden sollten ursprünglich die damals über 10 Bundesstaaten verteilten Herden verschiedener "Bloodlines" (Cerbats, Choctaws, Kigers, Sulphur-Mustangs, Spanish-Mustangs, usw.) managen. Wobei dem BLM der Großteil der Herden zugeteilt wurde. Inzwischen sind auch der U.S. Fish&Wildlife Service und der National Park Service involviert.
Zum Zeitpunkt des Beschlusses 1971 gab es in den USA nur mehr 17000 frei lebende Wildpferde!


Das Gesetz wurde in den folgenden Jahren immer wieder zum Nachteil der Wildpferde abgeändert.

Doch es sollte noch schlimmer kommen


Die Situation der Wildpferde heute

Der Wild Free-Roaming Horses and Burros Act of 1971 ist, gemeinsam mit anderen ökologischen Beschlüssen, zur Farce verkommen.
Genau diejenigen öffentlichen Stellen, die mit der Durchführung dieser Gesetze beauftragt wurden, missbrauchen diese.
Durch Unfähigkeit, Misswirtschaft und Korruption wurden seither viele Herden vernichtet, ihr Management sträflich vernachlässigt. Geburtenkontrolle ist erst seit wenigen Jahren ein Thema. Und das auch nur auf massiven Druck von Ökologen und Tierschützern.

Öl-und Gas-Konzerne, Minengesellschaften, Großgrundbesitzer, Rancher und ihnen verpflichtete Politiker üben seit Jahrzehnten Druck auf das BLM aus, die Anzahl der frei lebenden Wildpferde weiter zu reduzieren.
Nicht zu vergessen die in den USA besonders starke Jagd-Lobby.

Laut Craig Downer, einem anerkannten Ökologen und Wildtierexperten, wurde seit Unterzeichnung des Wild Free-Roaming Horses and Burros Act of 1971, den Wildpferden an die 8 Mio Ha Land weggenommen. 1 Mio Ha alleine zwischen 2005 und 2009. Über 30% der Herden wurden bereits vernichtet!
Jahrunderte alte Blutlinien mit ihrer genetischen Vielfalt gingen unwiederbringlich verloren! Insgesamt wurden seit 1971 250.000 Wildpferde von öffentlichem Land "entfernt".

Viele der verbliebenen Herden wurden jeweils auf weniger als 30 Tiere verringert. Durch diese restriktive Vorgangsweise des BLM ist die genetische Vielfalt dermaßen eingeschränkt, dass 70% der Wildpferdeherden akut gefährdet sind.

Die Natur sucht Ausgleich, nachdem der Mensch zerstörerisch eingegriffen hat. Ökologen berichten von erschreckenden Veränderungen in den Herdenstrukturen. Jungstuten werden trächtig, in manchen Gebieten verdoppeln sich die Geburtenraten. Auffällig auch, dass viele Junghengste beim Kampf um neue Herden ums Leben kommen. Ursprünglich zählte eine Herde auf ihrem angestammten Weidegebiet bis zu 500 Tiere und mehr.


Ob in Nevada, Colorado oder sonst wo in den westlichen Bundesstaaaten, die auf den Landkarten des BLM eingezeichneten "pferdelosen Flächen" werden immer größer. Vor wenigen Jahren wurde, um nur ein Beispiel zu nennen, die Herde "West Douglas" in Colorado völlig vernichtet, um Platz für Öl- und Gasbohrungen zu schaffen. Mittlerweile grasen dort wieder an die 700 Rinder, mit subventioniert, wohlgemerkt.

Man schreckt nicht einmal davor zurück, Pferde aus ausgewiesenen Schutzgebieten, wie z.B. der "Sheldon Range" in Nevada, zu "entfernen".

Auch in den "Pryor Mountains", im Grenzgebiet zwischen Montana und Wyoming, wo "Wild Horse Annie" vor vielen Jahren das "Pryor Mountain Wild Horse Sanctuary" gründete, werden die Pferde weiter zurückgedrängt. Ökologen berichten über die dramatische Zunahme von Totgeburten. Und das in einem Gebiet, wo das Wachstum der Herden durch harte Winter und natürliche Feinde wie Berglöwen und Bären ohnehin stark begrenzt ist. Im Jahr 2004 überlebte nur eines von 28 lebend geborenen Fohlen.

Auch die berühmten, relativ spät entdecketen "Kiger-Mustangs", Pferde die auf die portugisischen Sorraia Pferde zurückgehen, und sich vornehmlich im südöstlichen Oregon aufhalten, wurden bereits reduziert.

Diese "Oregon Kiger Mustangs" sind eine Klasse für sich. Auch berühmt wegen ihrer oft außergewöhnlichen Farbgebung, "dun", "red dun", "gray, "buckskin" usw. Oftmals sind auch verschieden gestreifte Exemplare zu finden. Ihre besondere Abstammung, auch ihr "arabisches Blut" ist nicht zu leugnen.

Einige von uns werden sich an "Spirit, den wilden Mustang" oder im Original- "Spirit: Stallion of the Cimarron" erinnern. Walt Disneys Leinwandheld galoppierte im "Zeichentrick-Format" um die Welt.
Wirklich frei war der freundliche Kiger-Mustang allerdings nie. Er wurde als "Donner of Steens Mountains" auf einer Ranch in Bend/Oregon geboren, und lebt heute, sozusagen als Botschafter dieser bedrohten Art, auf  der Wildpferde-Schutzorganisation "Return To Freedom" bei Lompoc/CA.

Die Wildpferde stehen der Profitgier einer Lobby aus Politik und Wirtschaft im Weg. Wo vorher ein paar hundert Mustangs grasten, sieht ein Subventionsprogramm Weideland für zig tausende Rinder vor. Aktuell bedeutet das 50 Rinder für ein Wildpferd! Die Rancher kommen so zu günstigem Weideland. Gemeinsam mit dem Staat verdienen sie an den Rindern. Das ist der eigentliche Grund für die Vertreibung der Wildpferde!

Auf den positiven, ökologischen Einfluß der Wildpferde auf Vegetation und andere Arten wird keine Rücksicht genommen,
Ganz im Gegenteil, trotz des Verhältnisses 1:50 werden die Mustangs der Öffentlichkeit gegenüber für Überweidung und Flurschäden verantwortlich gemacht.
Lt. einer Studie der National Academy of Siences aber, werden von den Rindern und Schafen ca. 70% der Flächen abgeweidet, von den Wildpferden und Wildeseln hingegen weniger als 5%!
Von den über 99 Mio Ha, vom BLM verwalteten Land, werden rund 65 Mio Ha für Viehwirtschaft genutzt. Den Wildpferden wird noch eine Gesamtfläche von 10 Mio Ha zugestanden. Tendenz fallend!

Beispiele des "Zeroing-out":

Twin Peaks Herd Management Area/California,
Größe 320.000 Ha
Round-Up von 1.800 Mustangs im Herbst 2010, 15 tiere wurden dabei offiziell getötet. Jetzt leben dort noch 700 Pferde und Wildesel, und neuerdings 1900 Rinder und 2000 Schafe.

West Douglas Herd Area/Colorado, Größe 123.000 Ha
103 Mustangs "removed"
Jetzt grasen dort 700 Rinder und kein einziger Mustang!

Tuscarora Complex/Nevada, Größe 183.000 Ha
Round-Up von 1200 Mustangs im Jahr 2010
Noch ca. 400 Wildpferde und neuerdings 3.300 Rinder

Die Liste der Landstriche in denen die Mustangs teilweise sogar auf 0 reduziert wurden ist lang. Genauso ergeht es den Wildeseln, die man nur noch in Arizona, Nevada und Kalifornien findet. Das BLM reduziert sie rigoros und hält die Gesamtpopulation unter 3000 Stück. Im Zuge des "Direct Reduction Programs" werden Wildesel darüber ninaus vom National Park Service abgeschossen.


Ohne engagierte Tier- und Wildpferdeschützer, privaten Wildpferdeschutzorganisationen, wie Neda DeMayo´s Return To Freedom, verschiedenen Wild Horse Sanctuaries, vor allem der "American Wild Horse Preservation Campaign" (AWHPC) und anderen Organisationen von denen wir hier noch berichten werden, würde es den "Mestengo" in freier Wildbahn gar nicht mehr geben.

Um die Wildpferde aus ihren ursprünglichen Weidegebieten zu "entfernen", werden sie seit Jahren wieder von Helicoptern aus gejagt und zusammengetrieben.

Aussagen von Beobachtern und Filmmitschnitte belegen, dss bei den Round-Up´s des BLM mit unglaublicher Willkür, Brutalität und Gefühllosigkeit vorgegangen wird. Das hat auch damit zu tun, dass die vor Ort agierenden Vertragspartner des BLM nach Stück bezahlt werden. Es gilt "dead or alive"! Und es kommt auch schon mal vor, dass Pferde, ohne Wissen des BLM, kurz nach einem Round-Up direkt beim Schlachter landen.

Bei jedem Round-Up werden die natürlich gewachsenen Herden- und Familienbande  zerrissen, Mutterstuten und Fohlen getrennt. Immer wieder kommen Pferde zu Tode, manche sterben erst später in den staatlichen "Holding Facilities" an den erlittenen Verletzungen, oder müßen eingeschläfert werden. Amtliche Tierärzte bescheinigen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Das BLM sorgt mit starker Polizei-Präsenz dafür, dass Tierschützer , Presse, etc., nicht zu nahe kommen.
Die Pferde kommen dann in die staatlichen "Holding Facilities", wo sie auf engstem Raum dahin vegetieren. Wie z.B. im Palomino Valley, nördlich von Reno/Nevada.
Dieses berüchtigte "Konzentrationslager" für Mustangs steht für jahrzehntelange Fehlpolitik in der Mustangfrage! Wahrlich kein Ruhmesblatt für die USA.
Viele Pferde in den staatlichen Auffanglagern sind in einem erbärmlichen Zustand. Abgemagert, verletzt, traumatisiert.

In einem 11 Minuten Video von "Return To Freedom" wird einem das ganze Außmaß dieses Elends vor Augen geführt (www.returntofreedom.org)

Ursprüngliche Absicht des BLM war, die Pferde durch Adoptionen loswerden zu können. Die Rechnung ging aber nicht auf.
Und tut es bis heute nicht.
 
Ungeklärt ist bis heute der Verbleib von insgesamt 36.000 ins Adoptionsprogramm aufgenommenen Pferden. 1997 kam eine Kommision zur Ansicht, dass 90% der, von Privatpersonen adoptierten Mustangs, wohl beim Schlachter endeten!

http://www.youtube.com/watch?v=Qut3nsVvf5M&feature=player_embedded#at=245
 

© Foto AWHPC

Mit Hilfe von Sondergenehmigungen, oder einfach am Kongress vorbei, wurden jedes Jahr tausende Pferde in kanadische und mexikanische Schlachthöfe gebracht. In den USA ist der Genuß von Pferdefleisch verpönt. Im Bundesstaat Kalifornien der Verkauf sogar verboten.
Seit 2004 werden die Tiere aber wieder offiziell den Schlachtern zum Verkauf angeboten. Sollten wie geplant die Auflagen zur Adoption gänzlich fallen, werden noch mehr Pferde aus den Adoptionsprogrammen direkt zum Schlachter gehen. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass man auf einer Auktion des BLM einen Mustang bereits um 100 U.S. Dollar bekommt.





© Foto AWHPC
 
In Kanada wird übrigens mit den Wildpferden genauso brutal verfahren wie in den USA!

Das Pferdefleisch aus Nordamerika wird tonnenweise nach Europa geliefert, vornehmlich nach Frankreich, Italien und die osteuropäischen Länder. Außerhalb Europas zählt Japan zu den größten Abnehmern von Pferdefleisch!

Während der Regierung G.W.Bush, insbesondere seit dem Jahr 2004 wurde der Druck auf die Wildpferde noch schlimmer. Um die Ressourcen im Westen der USA ungehindert nutzen zu können, wurden von Bush und Co. Gesetze still und leise geändert oder einfach umgangen, sodass jetzt eine unglaubliche Situation eingetreten ist.


Mittlerweile gibt mehr Mustangs in Gefangenschaft, den staatlichen Holding-Facilities, als in freier Wildbahn!

Der Bestand noch freier Wildpferde wird auf ca 32.000 geschätzt.
In den staatlichen Holding-Pens sollen sich rund 50.000 befinden.

Und die Anzahl dr Round-Up´s nimmt beängstigend zu! Fast täglich erreichen uns neue Meldungen der AWHPC über Gefangennahme und Tötung von Wildpferden.

Die katastrophale Wildpferde-Politik kostet den amerikanischen Steuerzahler mittlerweile 80 Mio U.S. Dollar jährlich. Was geschieht mit dem Geld?
2012 wurden ca. 5 Mio U.S. Dollar für die Betreuung der Tiere in freier Wildbahn verwendet. 75 Mio Dollar verschlangen Round-Up´s und die Unterbringung der gefangenen Tiere!

Im Jahr 2008 schlug das BLM vor, eine größere Anzahl von Pferden, in erster Linie Tiere die älter als 10 Jahre sind, der "Euthanasie zuzuführen". Nach weltweiten Protesten und Kampagnen von erbosten Tierschützern, Wildpferdeschutzorganisationen und Hollywood-Prominenz, wurde bis auf weiteres darauf verzichtet.

Dieses Vorhaben des BLM rief Milliardärsgattin Madeleine Pickens auf den Plan. Wie bekannt, will sie im "Antelope Complex" in Nevada ein Öko-Schutzgebiet für mehere tausend Wildpferde errichten.

Das 530.000 Ha große Areal soll künftig über 12.000 Rindern als Weideland dienen, während das BLM nicht müde wird die Wildpferde als Verursacher von Flurschäden darzustellen!

Wildpferdeschutzorganisationen


RETURN TO FREEDOM

In den Bergen Südkaliforniens, ca 2,5 Autostunden nördlich von Los Angeles und ca 10 Meilen von der Pazifikküste entfernt, liegt das Wilpferdereservat "Return To Freedom" .

Das im Jahre 1997 von Neda DeMayo gegründete Wild Horse Sanctuary ist nunmehr die Heimat von über 200 Wildpferden und Wildesel. Return To Freedom war das erste Reservat mit dem Ziel, die natürlichen Herdenstrukturen und Familienbande der Tiere aufrecht zu erhalten und zu schützen.

Auf der rund 130 Hektar großen Ranch leben zur Zeit
6 Herden und einige "Junggesellen-Bands" in natürlicher Umgebung. Die Tiere wurden aus verschiedenen Situationen gerettet. Manche Herden kamen gemeinsam in das Sanctuary, Manche Herden formten sich erst im Lauf der Zeit.

Bei Neuaufnahmen ist man darauf bedacht, nicht nur einzelne Tiere, sondern gleich deren ganze Familie zu integrieren.

Pferde verschiedener Abstammung leben auf der Wildpferdestation.
"Spanish Mustangs", also direkte Nachfahren der spanischen Pferde, unter ihnen auch Nachfahren der Sorraia Pferde aus Portugal. Diese mit dem prähistorischen, iberischen Pferd verwandte Rasse wird als Vorgänger des spanischen Lusitanos betrachtet. Ihre Nachkommen in Amerika sind als "Sorraia Mustangs" bekannt.
Neben diesen, leben Pferde verschiedenster Abstammung auf der Ranch, auch Nachfahren von Ranch- oder Kavallerie-Pferden.
Und natürlich der berühmte Kiger Mustang "Spirit"....

Das RTF legt großen Wert auf den Fortbestand und Schutz der verschiedenen Blutlinien und hat dazu ein spezielles Zuchtprogramm ins Leben gerufen.

Besucher aus aller Welt kommen in das "Return To Freedom" Wild Horse Sanctuary. Es werden Führungen, Workshops und Kurse angeboten, und der Besucher kann diese wunderbaren Tiere in freier Wildbahn erleben.

Auch für Volunteers aus aller Welt bietet sich die Möglichkeit, interessante, unvergeßliche Erfahrungen zu sammeln!

Neben der bestehenden Wild Horse Sanctuary engagiert sich "Return To Freedom" auch für den Aufbau des "The American Wild Horse Conservancy". Dieser Fond dient dazu, Land zurückzukaufen. Land, wo das "American Wild Horse" zukünftig in Freiheit und geschützt leben kann.

Nähere Infos: www.ReturnToFreedom.org




WILD HORSE SANCTUARY

Im Norden Kaliforniens liegt auch ein Refugium der besonderen Art, das "Wild Horse Sanctary".
In der Nähe von Shingletown, nordöstlich von Sacramento, am Fuße des Lassen Volcanic National Parks.

Das "Wild Horse Sanctuary", gegründet 1978, ist eine private Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Wildpferden in Not zu helfen. Hnderte Mustangs und Wildesel leben hier in einer wildromantischen Landschaft und unberührten Natur.

Das "Wild Horse Sanctuary" arbeitet an verschiedenen Projekten zum Schutz der Wildtiere und der Umwelt.

Es werden verschiedene Programme und Seminare angeboten.
Ein unvergeßliches Erlebnis ist ein mehrtägiger "Trail Ride", mit der Möglichkeit, Mustangs in freier Wildbahn zu beobachten.

Nähere Infos: www.WildHorseSanctuary.org




THE AMERICAN WILD HORSE PRESERVATION CAMPAIGN

Eine, von "Return To Freedom" im Jahr 2004 ins Leben gerufene
Plattform, die von einer breiten Basis bestehend aus Ökologen, Umweltschützern, Humanen Organisationen etc. und über 10 Mio Mitgliedern getragen wird.

Auf der Website des "AWHPC" findet man unter "Learn more / Ecotourism" auch eine, nach Bundesstaaten geordnete Übersicht, wo man noch "freie" Wildpferde beobachten kann!

Nähere Infos: www.wildhorsepreservation.com




RISING SUN RANCH / Abilene/TX

Rund 330 Km westlich von Dallas, in der Nähe der Stadt Abilene, liegt die Rising Sun Ranch. Die gebürtige Münchnerin Diana Shaffner betreibt dort gemeinsam mit ihrem Mann George eine Non-Profit-Organisation. 

Diana arbeitet als Pferdetrainerin auch mit traumatisierten Pferden. Mit großem Fachwissen, viel Einfühlungsvermögen und Geduld "heilt" sie auch hoffnungslose Fälle. Junge Pferde werden von ihr gewaltfrei zu verläßlichen Freizeitpartnern ausgebildet.

Auch therapeutisches Reiten mit Kindern ist ihr ein Anliegen.

Nähere Infos: www.lifeatthesanctuary.com  
                        
THE CLOUD -  FOUNDATION
                      
Gegründet von Ginger Kathrens, die durch ihre Filme über den Hengst Cloud bekannt wurde. Sie begleitete ihn und seine Herde jahrelang durch die "Pryor-Mountains".
Die Organisation aus Colorado Springs arbeitet an der Erhaltung seltener Mustang-Herden und deren Blutlinien. 

Nähere Infos: www.thecloudfoundation.org




ISPMB INTERNATIONAL SOCIETY FOR THE PROTECTION OF MUSTANGS AND BURROS

Sie betreibt Aktionen zur Erhaltung und Rettung von Wildpferden. Auf dem Gebiet der Cheyenne River Sioux Indian Reservartion in South Dakota leben mehrere Wildpferdeherden unter ihrem Schutz.
Die Organisation ist auch in der amerikanischen Bevölkerung durch breit angelegte Kampagnen sehr bekannt und arbeitet auch auf juristischer und politischer Ebene.

Nähere Infos: www.ispmb.org




BLACK HILLS WILD HORSE SANCTUARY

Beherbergt zur Zeit über 500 gerettete Mustangs verschiedener Blutlinien in den Black Hills South Dakotas. Das Reservat erstreckt sich über 4500 Hektar an den Ufer des Cheyenne River.

Nähere Infos: www.wildmustangs.com



Hier werden laufend Schutzorganisationen und Projekte vorgestellt - Interessantes findet Ihr auch auf unserer Link-Seite



Zukunft - Chance Ökotourismus

Der amerikanische Mustang kann in freier Wildbahn nur überleben, wenn man ihn nicht weiter zurückdrängt. Die "AWHPC" bemüht sich verzweifelt um Rückkauf von Land. Land das wieder den Wildpferden gehört. Land, indem sie ungestört vom Menschen in ökologischem Gleichgewicht mit ihrer Umgebung leben können.

Ein Beispiel dafür, dass dieses Modell auch im 21. Jhdt.  funktioniert, ist eine Wildpferdeherde am Montgomery Pass, an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Seit über 25 jahren bewegt sich die Herdenpopulation zwischen 150 und 200 Tieren. Die genetische Vielfalt ist gewährleistet, die natürlichen Herdenstrukturen b leiben erhalten. Ohne Eingriff des Menschen wird diese Herde überleben.

In Gebieten wo es durch Störung des ökologischen Gleichgewichts zu Überpopulationen kommt ist, wie bereits erwähnt, sinnvolle Geburtenkontrolle unabdingbar. Im Bundesstaat Maryland, wo das BLM seit 1988 mit der Humane Society of the United States zusammenarbeitet, wird diese Methode seit Jahren erfolgreich praktiziert.

Und, es muss gelingen, die Rinderfarmer für die Wildpferde zu gewinnen. Zweifellos ein schwieriges Unterfangen, vielleicht das schwierigste überhaupt. Hier ist sehr viel Aufklärungs-und Überzeugungsarbeit zu leisten, damit ein Nebeneinander statt Gegeneinander entstehen kann.
Dazu ist es auch notwendig, dass die Subventionsgelder anders verteilt werden.
Dass das einträchtig nebeneinander Grasen von Rindern und Pferden den Weideflächen und Tieren keineswegs schadet, ganz im Gegenteil, wird jeder Ökologe bestätigen. Oder man fragt einen australischen Rinderzüchter.

Last but not least würde sich sanfter Tourismus anbieten. Naturfreunde aus aller Welt, Pferdeliebhaber, sowie Fans des "Alten Westens" könnten diese wunderbaren Geschöpfe und ihr Leben in den Herdenverbänden in freier Wildbahn beobachten und von ihnen lernen.
Das würde dem Mustang auch helfen, wieder den Status zu erlangen den er verdient. Als unverzichtbarer Bestandteil der Natur und ihres ökologischen Gleichgewichtes auf dem nordamerikanischen Kontinent. Ob er jemals wieder Symbol für Freiheit werden kann wird die Zukunft weisen...
Mit den Worten von "Diana Shaffner" von der "Rising Sun Ranch" in Abilene/TX: "Wer weiß, vielleicht besuchen Sie ja mal Amerika jenseits von Hollywood und Disneyland. Das mystische Amerika. Das Amerika der Freiheit, des Friedens und der Wildpferde."
Mehr darüber auf:  www.lifeatthesanctuary.com
                          

Nähere Infos unter: office@geronimo-horse.at
September 2008
letztes Update - Oktober 2012

"Was ist der Mensch ohne die Tiere? Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an großer Einsamkeit des Geistes.
Was immer den Tieren geschieht - geschieht auch bald den Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden.
....wenn die Büffel alle geschlachtet sind - die wilden Pferde gezähmt - die heimlichen Winkel des Waldes, schwer vom Geruch vieler Menschen - und der Anblick reifer Hügel geschändet von redenden Drähten - wo ist das Dickicht - fort, wo ist der Adler - fort, und was bedeutet es, Lebewohl zu sagen dem schnellen Pony und der Jagd:
Das Ende des Lebens - und den Beginn des Überlebens."

-CHIEF SEATTLE-   
aus seiner Rede "Meine Worte sind wie Sterne..." an den 14. Präsidenten der USA, Franklin Pierce, im Jahr 1855
         



Wildpferde in den Augusta Mountains/Nevada
http://www.youtube.com/watch?v=u7AzUB6_woY



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© Foto AWHPC


     
 
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